Neu-Isenburg. Auf Einladung der Stadt Neu-Isenburg durfte ich vor den Mitgliedern der AG Klimaschutz zum Thema "Marktreife der stationären Energiespeichern im Quartiersmanagement" referieren. Nach der Vorstellung des aktuellen Solarkatasters der Stadt konnte ich den Anwesenden einige interessante Projekte im Rahmen meiner Tätigkeit für StoREgio vorstellen und die praktischen Herausforderungen für einen wirtschaftlichen Einsatz stationärer Energiespeichersysteme skizzieren. Die Batterietechnik steht kurz vor dem Durchbruch für den Einsatz in Quartieren, so meine Botschaft. Technisch als auch wirtschaftlich macht der Einsatz in vielen Fällen bereits heute Sinn, nur stehen teilweise derzeit noch regulatorische Hürden im Weg.

Die Leistungsfähigkeit von Batterien ist nicht nur für die Elektromobilität entscheidend. Schon heute kann an vielen Tagen des Jahres der ganze Strombedarf der Bundesrepublik mit Erneuerbarer Energie gedeckt werden. An sonnigen und windigen Tagen müssen Wind- und Photovoltaik Anlagen sogar vom Netz genommen werden. Umgekehrt ist in windstillen Nächten der umfangreiche Einsatz konventioneller Kraftwerke erforderlich. Diese Situation macht große Leerkapazitäten erforderlich. Die Speicherung von Strom schon über wenige Stunden des Tages könnte diese Situation deutlich entlasten und teure Kraftwerkskapazitäten sparen. Wichtig ist dabei die Anwenung individuell zu betrachten und dafür die geeigneten Betreiberformen und Speichersysteme zu finden.

In der anschließenden Diskussion konnten wir viele offene Fragen hinsichtlich Technologie und Wirtschaftlichkeit besprechen. Das große Interesse der Anwesenden die Energiewende in ihrer Stadt weiter voran zu treiben, war spürbar und ich habe mich gefreut hierzu einen fachlichen Input geben zu können.